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Eine Mütze Schlaf

Eine Mütze Schlaf

Der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung: einfach mal abschalten. Mitunter hilft schon ein Nachmittagsschlaf, aber auch ruhige Musik oder eine Vorlesegeschichte sorgen für Entspannung. Klagt der Nachwuchs häufig über Schmerzen, sollten die Eltern Rat beim Kinderarzt einholen. Denn Kopfschmerzen können verschiedene Gründe haben – und diese gilt es zu finden. „Häufig sind Sehstörungen daran schuld“, erklärt Dr. Jansen. Auch schlichte Erkältungen oder Ohrenschmerzen sind als Ursache denkbar.

Manchmal steht der Kopfschmerz aber einfach für sich selbst. Um den Auslösern auf die Spur zu kommen, erfolgt in der Arztpraxis deshalb eine ausführliche Befragung von Sprössling und Eltern: Wann treten die Schmerzen auf? Wie lange dauert eine Attacke? Und wo tut es genau weh? „Mit einer ausführlichen Anamnese lassen sich schon die häufigsten Kopfschmerzformen herausfinden“, sagt Dr. Jansen, „etwa Migräne, die auch bei Kindern relativ häufig vorkommt“. Größere Untersuchungen, wie etwa das Kind zu röntgen oder eine Überprüfung der Hirnströme, sind dabei eher Ausnahmefälle.

Auf die sanfte Art

Was aber tun, wenn die Schmerzen immer wiederkehren und den Alltag zunehmend beeinträchtigen? „Länger andauernden Kopfschmerz möchten wir weder Erwachsenen noch Kindern zumuten. Daher gibt es auch für Kinder Kopfschmerzmittel“, sagt Dr. Jansen. „Wir empfehlen Ibuprofen als Saft, das vertragen kleine Patienten am besten“. Von Paracetamol rät der Arzt derzeit ab. In aktuellen Studien stufen Schmerzexperten den Wirkstoff für Schwangere als bedenklich ein, daher rät Dr. Jansen auch bei jüngeren Kindern zur Vorsicht.

Generell gilt: Häufiger als zehn Mal im Monat sollten Eltern ihrem Nachwuchs keine schmerzstillenden Medikamente geben. Kehren die Kopfschmerzen immer wieder, setzen Ärzte stattdessen auf sanfte Verfahren, die das Problem an der Wurzel packen. Etwa die Therapieform „Biofeedback“. Hier lernen kleine Patienten spielerisch, ihre Gehirnströme zu kontrollieren. Das gelingt etwa mit einem speziellen Computerspiel, in dem die Figuren nur dann reagieren, wenn sich der Sprössling konzentriert.

So können bereits Kindergartenkinder ihren Körper bewusst steuern – und ihm damit beibringen, in Stressphasen nicht gleich Alarm zu schlagen. Auch mithilfe der Progressiven Muskelentspannung schaffen es Kinder, sich Schritt für Schritt selbst in Entspannungszustände zu versetzen (siehe Kasten). Wenn das mit ein wenig Übung immer besser gelingt, hat das „Gewitter im Kopf“ auch in hektischen Zeiten kein leichtes Spiel mehr.